Die Tierwelt des australischen Outback ist einzigartig: Nirgendwo sonst findet man Kängurus, Koalabären, Wombats oder Schnabeltiere in freier Wildbahn. Und auch in den Kalkablagerungen des westaustralischen Plateaus zeigt sich diese Einzigartigkeit mit Millionen von Jahren alten versteinerten Flohkrebsen, Muschelkrebsen, Asseln, Würmern und Schnecken.
Outback könnte man definieren als: fernab der Zivilisation. Im Westen ist das Outback trocken und unmenschlich heiß, im Osten dagegen zeigt es sich als unberührter tropischer Regenwald. Eine tatsächliche Grenze ist schwer zu ziehen. Wo fängt das australische Outback an? Letztlich ist das eine Frage der Perspektive. Für die Bewohner von Sydney z.B. beginnt es oft schon 60 bis 70 Meilen stadtauswärts.
Seit über 200 Millionen Jahren ist der australische Kontinent abgetrennt. So konnte sich eine ganz eigene Tier- und Pflanzenwelt entwickeln. Ungefähr 85 Prozent der rund 20.000 heimischen Pflanzenarten sind ausschließlich dort zu finden. Darunter die für Australien so typischen Eukalyptusbäume in mehreren hundert Arten von kleinen Büschen bis zu 90 Meter hohen Giganten.
Ayers Rock, der berühmteste Monolith Australiens, heißt heute wieder Uluru. Was soviel bedeutet wie „Sitz der Ahnen“, der Name, den ihm die Aborigines einst gaben. Der Uluru ist für die Aborigines ein heiliger Berg, der nicht bestiegen und von bestimmten kultisch bedeutsamen Stellen aus auch nicht fotografiert werden sollte.
Zu den Aborigines, den Ureinwohnern Australiens und Tasmaniens, zählen viele Völker und Stämme: z.B. die Palawa, Wonghi, Pitjantjatjara. Einige nannten sich selbst Anangu, d.h. „Mensch“, in Abgrenzung zu den weißen Eroberern. Heute bezeugt es hohe Akzeptanz, wenn ein Nicht-Aborigine als Anangu angesprochen wird.
Ahnengeister wie der Känguru-Mann und die Laubenvogel-Frau haben Berge, Täler und Bäume geformt und den Menschen geschaffen, um in dieser Welt zu leben. So die mythische Überlieferung der Aborigines. In den religiösen Zeremonien spielt u.a. das Didgeridoo eine wesentliche Rolle, aber auch kultische Höhlenzeichnungen, die immer wieder erneuert werden und so die Geschichten der Ahnen bewahren.