Ein Anblick, der kaum zu überbieten ist: die Alpseen Norditaliens vereinen die Erhabenheit der Bergwelt mit mediterraner Wärme und Milde. Hier spiegeln sich Palmen im sonnenglitzernden Wasser, während im Hintergrund majestätisch die Berggipfel thronen.
Die Borromäischen Inseln, darunter Isola Bella und Isola Madre, zählen zu den Hauptattraktionen des Lago Maggiore. Einst eine öde Felseninsel, begann im 18. Jahrhundert, als die berühmten barocken Gärten auf der Insel angelegt wurden, der Aufstieg der Isola Bella zur Heimat von über 2.000 verschiedenen Pflanzenarten aus aller Welt.
Der Lago Maggiore zieht sich von der südlichen Alpenkette bis zum Rand der Poebene. 66 km lang und im Mittel nur 4 km breit ist er mit einer Fläche von 212,5 qkm der zweitgrößte See Italiens. Was sich dagegen nicht in Zahlen fassen, sondern nur erleben lässt: die Schönheit der Natur, der Charme der Küstenstädte, das ganz besondere Licht- und Farbenspiel.
Locarno im Schweizer Kanton Tessin zählt mit knapp 15.000 Einwohnern zu den größten Städten am Lago Maggiore; und gilt mit einem Jahresmittel von 11,5 °C als mildester Ort der Schweiz. Das bestätigt die Pflanzenwelt mit ihren Palmen und Zitronenbäumen eindrücklich. Und auch die Menschen genießen das Leben gern draußen, auf der Piazza Grande.
Die bis zu 10 Meter hohe Chinesische Hanfpalme ist eigentlich im Himalajagebiet heimisch. Deshalb bringt sie auch eine hohe Kälteresistenz mit und ist seit über 160 Jahren auch in Europa, speziell im Mittelmeerraum verbreitet. Fasern und Blätter der Hanfpalme werden auch heute noch zu Seilen oder Matten verarbeitet.